Nahtlose Fadenverbindungen
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Gerade bei großen Strickprojekten lassen sich lose Fäden kaum vermeiden, aber nicht verzagen – craftery fragen! Wir haben die besten Methoden für dich recherchiert, damit du künftig alle losen Fäden elegant verstecken kannst.

So werden Fäden sauber verbunden

Was tun, wenn das Knäuel zu Ende ist und ein neues angesetzt werden muss? Perfektionisten beginnen ein neues Knäuel stets am Anfang oder Ender der Reihe, weil die Fäden später unsichtbar in der Naht versteckt werden können. Das ist auch ratsam bei feinem Lochmustergestrick, weil hier der Faden nur sehr schwer mitten im Gestrick sauber und haltbar zu vernähen ist. Sparsame Menschen beginnen aber einfach dann, wenn das Knäuel zu Ende ist, Was aber tun mit den Fäden? Wir zeigen dir die besten Lösungen.

Fäden vernähen

Foto: Wladislaw Hofmann

Die wohl am besten bekannte und am meisten verbreitete Möglichkeit, Fäden zu verwahren.

Ist das Garn nicht zu dick, kann man mit dieser Methode durchaus auch mitten im Gestrick ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.

Foto: Wladislaw Hofmann

Lasse ca. 10 – 15 cm von altem und neuem Knäuel hängen und stricke weiter. In den nächsten zwei bis drei Reihen über der Ansatzstelle musst du die beiden Fäden immer nochmal nachziehen, danach hält es von selbst.

selbst.

Foto: Wladislaw Hofmann

Stich zunächst durch die Masche, aus der der andere Faden herauskommt. Den Rest des Fadens ziehst du horizontal durch die Linksmaschenbögen oder vertikal durch eine Hälfte der rechten Maschen.

Foto: Wladislaw Hofmann

Für den zweiten Faden stichst du ebenfalls zunächst dort ein, wo der andere Faden herauskam und vernähst ihn ebenso wie den ersten.

Fäden einweben

Foto: Wladislaw Hofmann

Du kannst die Fäden auch gleich beim Stricken einweben. Diese Methode ist besonders praktisch beim Intarsienstricken, um das Vernähen der unzähligen Fäden später zu vermeiden.

Foto: Wladislaw Hofmann

Hierfür lässt du wieder ca. 10 – 15 cm der beiden Enden hängen. Nun strickst du mit dem neuen Garn und webst dabei zunächst den Faden des alten Garns ein.

Foto: Wladislaw Hofmann

In der nächsten Reihe webst du dann das Anfangsstück des neuen Knäuels ein.

Foto: Wladislaw Hofmann
Foto: Wladislaw Hofmann

Beim Einweben führst du das Fadenende des Garns beim Stricken abwechselnd vor und hinter dem Arbeitsfaden weiter.

Fäden verfilzen

Rotes Strickstück auf Nadel, gleichmäßiges Muster. Modisch, DIY, handgemacht, warm und einladend.
Foto: Wladislaw Hofmann

Die Methode eignet sich nur für Garne, die sich verfilzen lassen, also hauptsächlich Garne mit einem hohen Wollanteil. Sie ist vor allem für zarten Ajourstrick perfekt geeignet. Sehr gut anzuwenden auch bei Strickstücken, die von beiden Seiten sichtbar sind, z.B. Schals.

Tiefrote, handgearbeitete Maschen auf Nadeln. Weiches, modisches Strickmuster. DIY-Trend.
Foto: Wladislaw Hofmann

Teile das Garn auf ca. 8 cm Länge in seine einzelnen Fäden auf und kürze diese auf unterschiedliche Längen, indem du sie abreißt (nicht schneiden!).

Handgefertigtes Strickstück in intensivem Rot. Gleichmäßiges Maschenmuster, DIY-Charme.
Foto: Wladislaw Hofmann

Nun die einzelnen Fadenabschnitte, wie hier zu sehen, zusammenfügen und in eine Handfläche legen.

Handgemachte, rote Strickarbeit aus feiner Wolle. DIY-Muster, elegant und schlicht.
Foto: Wladislaw Hofmann

Die andere Handfläche befeuchten und nun zwischen diese reiben, bis die beiden Enden wie auf dem Foto fest miteinander verfilzt sind.

Russian join

Modisch gestricktes Stück, hellblau mit oberer weinroter Borte. Handarbeit und selbstgemacht.
Foto: Wladislaw Hofmann

Für alle Garne, die sich nicht verfilzen lassen, kannst du den sogenannten „Russian join“ benutzen.

Tipp: Bei dickeren Garnen können beide Garnenden vorab auch auf ca. 8 cm gesplittet werden. Die eine Hälfte wird hierfür abgeschnitten (besser noch abgerissen).

Blaues Strickprojekt mit rotem Garn. Handgemacht, DIY, feine Musterstrickarbeit.
Foto: Wladislaw Hofmann

Fädle zunächst den einen Faden durch eine stumpfe Nadel und lege diesen als lockere Schlinge um das Garnende.

Blaue Strickarbeit auf Nadeln mit rotem Fadenansatz, handgemacht, DIY.
Foto: Wladislaw Hofmann

Ziehe den Faden durch die Mitte des Garns.

Hellblaues Strickprojekt mit silberner Nadel, Kontrastgarn in Rot. Handarbeit, diy, modisch.
Foto: Wladislaw Hofmann

Am Ende verbleibt eine kleine Schlaufe, die die beiden Fäden zusammenhält.

Hellblaues Strickprojekt mit silberner Nadel, Kontrastgarn in Rot. Handarbeit, diy, modisch.
Foto: Wladislaw Hofmann

Jetzt fädle den anderen Faden in die Nadel.

Hellblaues Strickstück, feine Musterung, präsentiert auf Nadeln. DIY, handgemacht, eleganter Look.
Foto: Wladislaw Hofmann

Auch diesen Faden wie zuvor durch die Mitte des Garns fädeln.

Handarbeit mit blauem Garn und rotem Akzent, DIY-Charme, gleichmäßige Maschen auf Stricknadel.

Beide Seiten glätten und wie gewohnt verstricken.

Hingabe zum Detail: Tipps für eine saubere Übergangstechnik

Gerate nicht in die Versuchung, einfach einige Maschen mit doppeltem Faden (vom alten und neuen Knäuel) zu stricken, um sich das Vernähen zu ersparen, denn das sieht man im Gestrick. Ebenso verhält es sich mit Knoten: Verknote daher niemals die beiden Fäden miteinander. Schließlich steckst du viel Zeit und Hingabe in dein Modell, da sollte es auf das sachgemäße Ansetzen eines neuen Fadens auch nicht mehr ankommen.

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